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forschen / 07.03.2026
Bär: Gleichstellung in der Forschung ist wichtiger Innovationsmotor
Anlässlich des Weltfrauentags sprach Bundesforschungsministerin Dorothee Bär heute im Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft am Standort Berlin-Mitte mit Forscherinnen über Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung.
Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Bär:
„Gleichstellung ist eine Notwendigkeit für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Sie ist ein zentraler Innovationsmotor. Wir können es uns nicht leisten, auf die Hälfte der klügsten Köpfe zu verzichten, wenn wir die großen Themen und Megatrends unserer Zeit erfolgreich angehen wollen. Sei es die Digitalisierung, die Weltraumforschung, die Medizin der Zukunft oder die Schlüsseltechnologien. Daher unterstützt das Bundesforschungsministerium gemeinsam mit den Ländern die Gleichstellung an Hochschulen mit dem Professorinnenprogramm 2030 sowie die Sichtbarkeit von Forscherinnen mit der Förderrichtlinie ‚Innovative Frauen im Fokus‘. Um das gesellschaftliche Bewusstsein für die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten in der Forschung weiter zu stärken, konzipieren wir aktuell einen wissenschaftlichen Bundespreis für Geschlechterforschung, der noch in diesem Jahr ausgerufen werden soll.“
Dazu erklärt Professorin Maike Sander, wissenschaftliche Vorständin und Vorstandsvorsitzende des Max Delbrück Center:
„Die Entdeckungen am Max Delbrück Center schaffen die Grundlagen für die Medizin der Zukunft. Dafür brauchen wir Talente, die sich für Innovationen begeistern und ihre Ideen einbringen – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Insgesamt sind 60 Prozent unserer Forschenden Frauen. Auch bei den Gruppenleiterinnen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sind wir erfolgreich. Bei den unbefristeten Professuren haben wir weiter Nachholbedarf. Deshalb fördern wir Wissenschaftlerinnen gezielt, etwa über Mentoring-Programme. Wir suchen weltweit nach außergewöhnlichen Kandidatinnen und sprechen sie an. Mehr als die Hälfte unserer Gruppenleiterinnen haben wir international rekrutiert. Für sie alle wollen wir ein inspirierendes Umfeld schaffen. Wir brauchen eine Wissenschaftskultur, in der Karrieren nicht von Rollenbildern geprägt werden, sondern von Neugier, Talent und Mut. Es gibt einiges zu tun.“
Das Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft legt mit seinen Entdeckungen den Grundstein für die Medizin von morgen. An unseren Standorten in Berlin-Buch, Berlin-Mitte, Heidelberg und Mannheim erforschen interdisziplinäre Teams die Komplexität von Krankheiten auf Systemebene – von Molekülen und Zellen bis hin zu Organen und dem gesamten Organismus. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Klinik und Industrie sowie in internationalen Netzwerken entwickeln wir innovative Ansätze für die Früherkennung, personalisierte Therapien und Prävention von Krankheiten. Das 1992 gegründete Max Delbrück Center bietet rund 1.800 Mitarbeitenden aus mehr als 70 Ländern ein vielfältiges, dynamisches und inspirierendes Arbeitsumfeld. Wir werden zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land Berlin finanziert.
Foto: Von links nach rechts: Maike Sander, Katja Simon, Dorothee Bär und Ashley Sanders in einem Labor.
Maike Sander ist wissenschaftliche Direktorin des Max Delbrück Centers. Katja Simon ist Leiterin des wissenschaftlichen Talentmanagements, Dorothee Bär ist Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Ashley Sanders ist wissenschaftliche Gruppenleiterin.
© Felix Petermann, Max Delbrück Center
Quelle: Pressemitteilung Max Delbrück Center
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