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heilen / 12.03.2026
Darmkrebsmonat März: Risikofaktor rotes Fleisch? Was Sie über Darmkrebs wissen sollten
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Im Helios Klinikum Berlin-Buch werden jedes Jahr über 100 Patient:innen mit Darmkrebs operiert und behandelt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert Prof. Dr. med. Roger Wahba, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie am Helios Klinikum Berlin-Buch, über die Bewertung von rotem und verarbeitetem Fleisch als Risikofaktor und ordnet die Erkenntnisse im Kontext der Darmkrebsprävention ein.
Bereits 2015 hat die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend (Gruppe 2A) und Fleischwaren als krebserregend (Gruppe 1) eingestuft. Unter rotem Fleisch versteht man das Muskelfleisch von Säugetieren wie Rind, Schwein oder Lamm. Als Fleischwaren gelten hingegen alle Produkte, in welchen Fleisch durch Pökeln, Räuchern, Salzen oder andere Verfahren verarbeitet und haltbar gemacht wurden, wie etwa Wurst, Schinken oder getrocknetes Fleisch.
Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Epidemiologische Auswertungen deuten darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von verarbeitetem Fleisch mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden ist: Der tägliche Verzehr von 50 Gramm verarbeitetem Fleisch erhöht das Risiko für Darmkrebs um 18 Prozent. Für rotes Fleisch wurde bei einer täglichen Aufnahme von 100 Gramm ein Anstieg des Darmkrebsrisikos um 17 Prozent festgestellt (Lancet Oncology 2015; doi: 10.1016/S1470-2045(15)00444-1). Das bestätigt auch Prof. Dr. med. Roger Wahba, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie am Helios Klinikum Berlin-Buch: „Es zeigt sich, dass der Verzehr von rotem und vor allem verarbeitetem Fleisch mit einer erhöhten Inzidenz von Darmkrebs in Zusammenhang steht. Das ist insbesondere auf die sekundären krebserzeugenden Stoffe zurückzuführen“. Diese entstehen hauptsächlich bei der Zubereitung unter hohen Temperaturen, wie beim Braten oder Grillen von Fleisch und Fleischwaren, aber auch bei der industriellen Verarbeitung.
Wichtig ist: Bei dieser Einschätzung handelt es sich um eine Risikobewertung auf Bevölkerungsebene. Ein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Nachweis für den Einzelfall lässt sich daraus nicht ableiten. Gleichwohl zeigt sich, dass in Gesellschaften mit traditionell hohem Fleischkonsum die Darmkrebsinzidenz höher ist als in Regionen mit überwiegend pflanzenbasierter Ernährung. Auch Ernährungsempfehlungen wie die Ernährungspyramide tragen dieser Einschätzung zunehmend Rechnung. Orientierung bietet eine pflanzenbetonte Kost: Ein großer Anteil der täglichen Ernährung sollte aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten bestehen.
Im Helios Klinikum Berlin-Buch behandelt das Team der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie hoch spezialisiert Patient:innen mit Darmkrebserkrankungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf der Behandlung des Darmkrebses gerade auch ohne Operation. Für Darmkrebspatient:innen empfiehlt das Team eine ballaststoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung; vor, während und nach einer Darmkrebsoperation. „Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass ein gesunder Lebensstil und eine Umstellung der Ernährung hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln mit einer günstigeren Prognose assoziiert sein kann“, so Prof. Dr. med. Roger Wahba.
Neben der Ernährung ist auch das Alter ein wesentlicher Risikofaktor: Mit zunehmendem Alter steigt die Darmkrebsinzidenz an, besonders zwischen 70 bis 80 Jahren. Langjährige Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten könnten hierzu beitragen. Ob und in welchem Ausmaß der Wandel hin zur stärker pflanzenbasierten Ernährung künftig die Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs beeinflusst, wird sich erst mit zeitlichem Abstand zeigen.
Gleichzeitig ist Darmkrebsprävention auch für junge Menschen relevant. „Diese können gerade im Sinne der Primärprävention mit der Anpassung ihrer Ernährung, regelmäßiger Bewegung und dem Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen ihr persönliches Risiko aktiv beeinflussen“, betont Prof. Dr. med. Wahba. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, baut das Helios Klinikum Berlin-Buch künftig sein Angebot für jüngere Menschen aus und plant spezielle Informations- und Vorsorgeformate.
Zusätzlich kann die Reduktion des Konsums von rotem und verarbeitetem Fleisch nicht nur gesundheitliche Vorteile bieten, sondern auch zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen. Auch diese Dimension sollte im Sinne der Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt werden und behält ihre Relevanz über den Darmkrebsmonat März hinaus.
Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert. Zudem ist die Gefäßmedizin in Berlin-Buch dreifach durch die Fachgesellschaften der DGG (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin), der DGA (deutsche Gesellschaft für Angiologie) und der DEGIR (deutsche Gesellschaft für interventionelle Radiologie) als Gefäßzentrum zertifiziert.
Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.
Fresenius Helios ist der führende private Gesundheitsdienstleister in Europa und versorgt mit rund 140 Kliniken und zahlreichen ambulanten Einrichtungen jährlich rund 27 Millionen Menschen. Zusammen mit Fresenius Kabi, Anbieter von Gesundheitsprodukten für kritisch und chronisch Kranke, gehört Fresenius Helios zum Gesundheitskonzern Fresenius. Mit seinen rund 130.000 Mitarbeitenden der Helios Gruppe in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika erzielte Fresenius Helios 2025 einen Gesamtumsatz von mehr als 13,5 Milliarden Euro.
In Deutschland betreibt Helios mehr als 80 Kliniken, rund 200 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 30 arbeitsmedizinische Zentren. Helios behandelt im Jahr 2025 rund 5,6 Millionen Menschen in Deutschland, davon mehr als 4 Millionen ambulant. Seit seiner Gründung setzt Helios auf messbare, hohe medizinische Qualität und Datentransparenz und ist bei über 90 Prozent der Qualitätsziele besser als der bundesweite Durchschnitt. In Deutschland beschäftigt Helios rund 80.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 8,1 Milliarden Euro. Helios steht mit 35 eigenen Bildungszentren für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
Quirónsalud verfügt über 57 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, rund 130 ambulante Gesundheitszentren sowie über 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 22 Millionen Patient:innen behandelt, davon mehr als 20 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 50.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von mehr als 5,4 Milliarden Euro.
Quelle: Pressemitteilung Helios Klinikum Berlin-Buch
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