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forschen / 06.02.2026
Professur für Mina Gouti
Mina Gouti ist auf eine Professur an der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen worden. Die Ernennung stärkt ihre wegweisende Forschung zu Organoiden am Max Delbrück Center und vertieft die Zusammenarbeit mit Kliniker*innen, um gemeinsam personalisierte Medizin weiterzuentwickeln.
Dr. Mina Gouti, Leiterin der Arbeitsgruppe „Stammzell-Modellierung der Entwicklung und Erkrankung“ am Max Delbrück Center, ist zur W3-Professorin für komplexe Organoidmodelle der personalisierten Medizin an der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen worden. Die unbefristete Professur würdigt ihren Beitrag bei der Entwicklung fortschrittlicher Organoidsysteme, mit denen sie untersucht, wie sich bestimmte Rückenmarksneuronen und Skelettmuskelzellen während der Entwicklung räumlich und zeitlich ausbilden.
„Diese Professur ermöglicht es meinem Team, Berlins außergewöhnliches Biomedizin-Ökosystem noch besser zu nutzen und eng mit den Kliniker*innen der Charité zusammenzuarbeiten, um komplexe Organoide für die personalisierte Medizin zu entwickeln“, sagt Gouti. Diese enge Zusammenarbeit ist unerlässlich, um mit Hilfe patientenspezifischer Organoidmodelle klinisch relevante Erkenntnisse zu gewinnen.“
Die Arbeitsgruppe von Gouti hat dreidimensionale neuromuskuläre Organoide aus humanen pluripotenten Stammzellen entwickelt. Diese bilden zentrale Eigenschaften von Rückenmarksneuronen und Skelettmuskelzellen nach und dienen als leistungsfähige Plattform, um neuromuskuläre Erkrankungen wie die spinale Muskelatrophie und die Amyotrophe Lateralsklerose zu untersuchen sowie Wirkstoffe zu testen. Solche Organoide lassen sich zudem aus Zellen einzelner Patient*innen herstellen, um deren spezifische Erkrankung gezielt zu modellieren.
Die Professur steht für die gemeinsame Vision des Max Delbrück Center und der Charité, translationale Forschung zu beschleunigen, indem Kliniker*innen und Forschende enger zusammenarbeiten. „Wir haben nun die langfristige Perspektive, um komplexe, funktionale Organoide als prädikative Plattformen für die personalisierte Medizin und eine frühe Krankheitsintervention zu entwickeln“, sagt Gouti. „Unsere Forschung soll dazu beitragen, die Gesundheitsergebnisse nicht nur für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen zu verbessern, sondern auch für diejenigen, die ein hohes Risiko haben, diese zu entwickeln.“
Text: Gunjan Sinha
Weiterführende Informationen
Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center)Alle News im Überblick
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