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forschen / 29.08.2025
Professur für Ashley Sanders

© Pablo Castagnola/Max Delbrück Center
© Pablo Castagnola/Max Delbrück Center

Ashley Sanders wurde auf eine W3-Professur der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen. Das ermöglicht es ihr, die Forschung zu vertiefen, mit der sie und ihr Team personalisierte Therapien für entzündliche Darmleiden und andere Erkrankungen entwickeln wollen.

Dr. Ashley Sanders, die Leiterin der Arbeitsgruppe „Genominstabilität und somatischer Mosaisizmus“ am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center (MDC-BIMSB), ist zum 1. September 2025 auf eine W3-Professur an der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen worden. Die prestigeträchtige Anerkennung würdigt ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Einzelzell-DNA-Sequenzierung. Sanders hat dazu beigetragen, das Verständnis der Genomstruktur und -variabilität neu zu definieren. „Die Professur verändert für mich und mein Team wirklich eine ganze Menge“, sagt Sanders, die erst seit 2021 als Junior-Gruppenleiterin am Max Delbrück Center forscht.

Sanders hat die Anwendungsfelder der Einzelzellgenomik über die RNA-Analyse hinaus auf die DNA ausgeweitet. Sie war an der Entwicklung von Strand-seq beteiligt, einer Technik, mit der Wissenschaftler*innen strukturelle Varianten – wie Inversionen, Duplikationen und Deletionen – in der DNA einzelner Zellen nachweisen können. Ihre Arbeiten haben gezeigt, dass der somatische Genom-Mosaizismus häufiger vorkommt als gedacht; sie widerlegen damit die langjährige Annahme, dass in allen Zellen des menschlichen Körpers die gleiche DNA-Sequenz vorliegt. Darüber hinaus deutet ihre Forschung darauf hin, dass strukturelle Variationen in der zellulären DNA zur Entstehung von Krebs, entzündlichen Darmleiden und Autoimmunkrankheiten beitragen können. Sanders hofft, dass ihre Erkenntnisse die Grundlagen für eine personalisierte Medizin bilden werden.

Ihre Professur beginnt offiziell am 1. September 2025. „Es ist eine große Ehre“, sagt Sanders begeistert. „Wir haben jetzt die Stabilität und die langfristige Perspektive, um die Vision zu verwirklichen, mit der wir begonnen haben.“

Text: Gunjan Sinha

Weitere Informationen

Genominstabilität und somatischer Mosaisizmus

www.mdc-berlin.de Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center)

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