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15.04.11
Ludwig-Hoffmann-Quartier: Neue Chancen für Berlin-Buch
International renommierte Forschungsinstitute und Biotechnologieunternehmen, ein expandierender Campus und medizinische Spitzenversorgung stehen heute für Berlin-Buch. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Buch als größte Krankenhausstadt Europas bekannt, als dort fünf ausgedehnte Klinikareale errichtet wurden. Ihre bemerkenswerte Architektur und die großzügigen Gartenanlagen verdanken sie dem Berliner Baustadtrat und Architekten Ludwig Hoffmann.

Eines dieser ehemaligen, denkmalgeschützten Krankenhauskomplexe erfährt nun eine umfassende Sanierung. Bauherrin ist die Ludwig-Hoffmann-Quartier Objektgesellschaft mbH & Co KG, die das landeseigene Areal vom Liegenschaftsfonds Berlin erworben hat. Das in Berlin einzigartige Bau- und Gartendenkmal soll als Ensemble wieder seine ursprüngliche Schönheit erhalten. Gleichzeitig wird es als städtisches Quartier eine neue, intelligente Nutzung erfahren. Verschiedenste Wohnformen und Gewerbeansiedlungen – insbesondere der Biotechnologie- und Medizintechnikbranche, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sollen dem Standort neue Impulse verleihen. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze könnten im „Ludwig-Hoffmann-Quartier“ entstehen. Mit insgesamt 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche stehen dreißig Bauten als Investitionsobjekte zur Verfügung. Ergänzend werden Neubauflächen entstehen.

Geschäftsführer der Ludwig-Hoffmann-Quartier Objektgesellschaft mbH & Co KG ist Immobilienökonom Andreas Dahlke. Sein Unternehmen, die SITUS GmbH Grundstück + Projekt, war in den vergangenen Jahren entscheidend daran beteiligt, ein vergleichbares Krankenhausareal in Buch erfolgreich zu entwickeln und zu vermarkten – den LudwigPark. Zweiter Gesellschafter ist die Bauträger BAUFI Massiv-Hausbau GmbH aus Frankfurt (Oder).

„Das Quartier soll ein wesentlicher Teil des Wissenschafts- und Gesundheitsstandortes Berlin-Buch sein und gleichzeitig seine Eigenständigkeit im Hinblick auf Gestaltung, Erschließung und eigentumsrechtliche Ordnung bewahren“, erklärt Andreas Dahlke.

Ein stadtplanerisches und denkmalrechtliches Konzept wird ein verbindliches Leitbild für das gesamte Areal vorgeben. „Die einzelnen Gebäude werden allerdings separat erschlossen, so dass jedes Grundstück funktional und wirtschaftlich selbstständig ist“, so Andreas Dahlke. Da die technische Infrastruktur vollständig erneuert werden muss, bedarf es auch eines Konzepts zur Nutzung von Energie und Wasser. Allein für die Planung, Erschließung und Vermarktung des Quartiers werden rund zehn Millionen Euro veranschlagt.

Traditionsreiche Architektur zum Wohnen

Weitläufige Grünanlagen mit einem sehr alten Baumbestand prägen den Charakter eines Parks. Darum soll fast die Hälfte des Ludwig-Hoffmann-Quartiers dem Wohnen vorbehalten sein. „Familien mit Kindern, Paare, Wissenschaftler vom Campus, Mitarbeiter der Kliniken und Unternehmen werden hier sehr ansprechende Wohnungen finden. Für eines der Ensembles, die einen Innenhof mit Garten haben, zeichnet sich schon die Nutzung für ein Seniorenwohnen ab,“ so Geschäftsführer Andreas Dahlke.

Die Nachfrage nach Wohnraum hoher Qualität ist da: Buch bietet naturnahes Wohnen mit vielen Freizeitmöglichkeiten bei gleichzeitiger Citynähe. Eine dichte Infrastruktur sorgt für kurze Wege zwischen Kita, Schule und Arbeitsplatz. „Der Charme der sanierten denkmalgeschützten Häuser und Gartenanlagen hat bereits beim LudwigPark weit mehr Interessenten angezogen, als Wohnungen zur Verfügung standen,“ führt Andreas Dahlke an. „Wie schon beim LudwigPark werden wir auch hier moderate Preise beim Verkauf und bei der Vermietung der Wohn- und Gewerbeflächen zugrunde legen.“

Modernste Ausstattung für Unternehmen

Bedarf an Flächen und Gebäuden für Unternehmen signalisiert vor allem der Bucher Wissenschafts- und Biotechnologiecampus: „Die Unternehmen des Gründerzentrums expandieren – über die Kapazitäten des Campus hinaus. Um Buch als Wirtschaftsstandort auszubauen, müssen wir den Firmen, die wachsen oder sich neu ansiedeln wollen, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bieten“, so Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch. „Wir sehen ein großes Potenzial im Ludwig-Hoffmann-Quartier.“ Und das gilt nicht nur für das Firmensegment des Campus. Möglicherweise werden auch Forschungseinrichtungen einen Platz im Quartier finden.

„Wir bieten Unternehmen variable Raumstrukturen mit modernsten technischen Voraussetzungen,“, erläutert Geschäftsführer Andreas Dahlke. „Der Einbau von Technik ist ohne weiteres möglich, so lange die äußere Anmutung des Denkmals nicht verändert wird.“

Projektionen für Bildung und Kultur

„Wir können uns vorstellen, einander ergänzende Bildungsangebote im Quartier zu etablieren,“ erklärt Andreas Dahlke. Ein Interessent hat bereits konkrete Vorstellungen: Die Evangelische Schulstiftung möchte mit Unterstützung des Bezirks Pankow eine Grundschule im Ludwig-Hoffmann-Quartier eröffnen. „Denkbar wäre dann auch, eine Musikschule hierher zu holen,“ so der Geschäftsführer, „ebenso könnte man die alte Gärtnerei auf dem Gelände in ein pädagogisches Konzept einbinden.“ Die Gestaltungsmöglichkeiten sind groß. Nicht zuletzt könnte der frühere Festsaal für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden.

Gute Aussichten für Investoren am Standort Buch

„Da die Gebäude und Außenanlagen dem Denkmalschutz unterliegen, ergeben sich für Investoren interessante Möglichkeiten erhöhter Abschreibung,“ erläutert Geschäftsfrüher Andreas Dahlke. Dieser Aspekt ist einer von vielen, die für das Gelingen des großen Vorhabens „Ludwig-Hoffmann-Quartiers“ sprechen, dessen Gesamtinvestitionsvolumen bei 150 bis 200 Millionen Euro liegen wird. Die Planungen haben begonnen, und im kommenden Jahr sollen die ersten Projekte in Angriff genommen werden. Derzeit rechnet die Objektgesellschaft mit fünf Jahren Realisierungszeit.

Text und Fotos: Christine Minkewitz

Kontakt für weitere Informationen:

E-Mail: mail@ludwig-hoffmann-quartier.de



Weitere Informationen  www.ludwig-hoffmann-quartier.de
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