Aufgewachsen ist Tina Walter in Buch. Prägend war für sie die Tätigkeit ihrer Mutter als Erzieherin in der Kinderklinik des HELIOS Klinikums Berlin-Buch, durch die sie Interesse an der Logopädie entwickelte. Während ihrer Ausbildung an der „Schule für Berufe mit Zukunft“ und den folgenden Anstellungen in logopädische Praxen formulierte sie einen Anspruch an die Arbeit mit den Patienten, den sie nirgends ausreichend erfüllt fand. „Mein Mann ermutigte mich deshalb, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen“, erzählt die heute 26-Jährige.
Wenn sie auf die Umstände der Praxisgründung zurückblickt, scheinen die größten Hürden bereits genommen zu sein. Denn neben der fortgesetzten Arbeit in einer logopädischen Praxis, dem Ausarbeiten des Konzepts, den Kreditverhandlungen und der Suche nach Praxisräumen kündigte sich unerwartet ein Baby an. „Ich bin es gewohnt, viel zu arbeiten, aber diese Phase brachte mich an meine Grenzen“, erinnert sich Tina Walter. „Mein Mann lebte noch in Leipzig, und als er nach Berlin zog, konnte er keine Elternzeit nehmen, da er unmittelbar eine Stelle bekam.“ Ihre neue Doppelrolle absolvierte die junge Logopädin und Mutter mit Unterstützung ihrer Familie und – nicht selten – mit dem Säugling in der Tragetasche bei Hausbesuchen.
Heute sind in der gut frequentierten Praxis zwei weitere Logopädinnen und eine weitere Ergotherapeutin beschäftigt. Die Patienten kommen aus Buch, Blankenburg, Karow, Buchholz, Hohenschönhausen und Hellersdorf, der Einzugsbereich geht bis Brandenburg. „Dass wir so einen immensen Zulauf bekommen würden, hätte ich nicht erwartet“, sagt Tina Walter.
Das Praxisteam arbeitet interdisziplinär – fachlich aufeinander abgestimmt und in manchen Fällen zeitgleich an einem Patienten. Ein Schlaganfallpatient benötigt unter Umständen logopädische Hilfe, um wieder kommunizieren zu können und gleichzeitig eine Ergotherapie, um Lähmungen oder Gleichgewichtsstörungen zu überwinden. Die gemeinsame Praxis verhilft auch vielen Kindern, die sowohl logopädische als auch ergotherapeutische Hilfe benötigen, zur Vermeidung von Wegen und Terminen. „Durch die Kopplung der Behandlung haben wir auch schnellere Erfolge bei der Therapie“, erläutert die Logopädin, die sich in ihrem Konzept bestätigt sieht.
Die Patienten, die aus allen Altersgruppen stammen, werden von den Ärzten überwiesen, oftmals sind es Patienten aus dem HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Diagnostik, Beratung und Therapie finden jedoch nicht nur in der Praxis statt, sondern auch vor Ort bei den Patienten, etwa zu Hause oder im Pflegeheim. Hierfür hat Tina Walter zwei Hausbesuchstage in der Woche reserviert.
Zu den vielfältigen Behandlungsbereichen der Logopädin gehören Sprachentwicklungsverzögerungen bei Kindern, Störungen der Stimme – etwa bei Pädagogen, Schluck- und Sprechstörungen im Rahmen einer Demenz oder nach Operationen und unzureichend entwickelte Mund-, Kiefer- und Lippenmuskulatur, die Zahnfehlstellungen bedingt – um nur einige zu nennen. Derzeit behandelt Tina Walter gemeinsam mit ihrer Kollegin Susann Bierstedt einen Wachkomapatienten, um dessen Bewegungs- und Schluckvermögen zu fördern.
Gerade die Spannbreite der Aufgaben, die das interdisziplinäre Team beschäftigen, ist eine Herausforderung. Regelmäßige Weiterbildungen sichern, dass stets die neuesten Erkenntnisse in die Behandlung der Patienten einfließen. „Wichtig ist auch, dass die Kollegen gern in unserem Team arbeiten“, weiß Tina Walter aus eigener Erfahrung, „nur so kann das Konzept funktionieren.“
Die Wartezeit für eine logopädische Behandlung in der Praxis für Logopädie und Ergotherapie Tina Walter ist mit ein bis zwei Monaten verhältnismäßig kurz – auch das ist von Vorteil für die Patienten.
Sie können die Praxis per E-Mail unter info@praxis-logo-ergo.de oder per Telefon unter 030 - 23 36 14 45 kontaktieren. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter: www.praxis-logo-ergo.de/
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