Aufgewachsen in Buch, absolvierte er eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter und arbeitete später einige Jahre als Verwaltungsleiter in einem Seniorenheim in Zepernick. Berufsbegleitend bildete er sich zum Heimleiter weiter, was für seine Karriere bestimmend war.
Seine neue Wirkungsstätte umfasst drei sanierte Häuser im LudwigPark, deren Charme sich bereits von außen erschließt. Parkanlagen mit Springbrunnen, frisch gepflanzte, blühende Rotdornbäume, helle Fassaden und rote Ziegeldächer mit Gauben lassen die Begeisterung erahnen, mit der 1909 das ehemalige „Alte-Leute-Heim“ Ludwig Hoffmanns aufgenommen wurde.
Heute sind im ServiceLeben verschiedene Konzepte integriert: ein Pflegeheim und eine Kurzzeitpflege, Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte mit Anschluss einer ambulanten Pflege sowie eine gerontopsychiatrische Tagespflegestätte. Die einzelnen Betreuungs- und Wohnformen ergänzen sich auf ideale Weise: So können beispielsweise die Mieter der Betreuten Wohngemeinschaften von den speziellen Betreuungsangeboten der gerontopsychiatrischen Tagesstätte profitieren.
Gemeinsam mit seinem Team möchte Steffen Hoch die Philosophie des ServiceLebens umsetzen, bei der die individuelle Betreuung des Einzelnen im Vordergrund steht. „Wir wollen den Bewohnern ein Zuhause bieten und ihre Wünsche erfüllen, so weit es möglich ist.“ Dieser Anspruch, weiß der erfahrene Heimleiter, lässt sich nur durch stetige Zuwendung und durch eine gute Kommunikation im Team erreichen.
Im ServiceLeben können die Bewohner selbstbestimmt nach ihren Möglichkeiten leben, es gibt keine festgelegten Aufsteh- oder Essenszeiten. Ein umfangreiches Betreuungs-, Beschäftigungs- und Freizeitangebot steht zur Wahl. Und auch hier gilt für Steffen Hoch, dass die Interessen der Bewohner das Angebot bestimmen sollen: "Schon in den Erstgesprächen mit den Angehörigen wird konkret gefragt, wie das bisherige Leben der zukünftigen Bewohner verlief und welche Angebote das Einleben und Verweilen angenehm gestalten können."
Die gläserne Cafeteria, die alle drei Häuser miteinander verbindet, soll zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der Bewohner werden. Auch Besucher können hier bald jederzeit nach einem Spaziergang einkehren und sich bei einem kleinen Imbiss von der angenehmen Atmosphäre in den Bereichen überzeugen. „Wir sind ein offenes Haus“, sagt der 39-Jährige. „Wer möchte, kann uns besuchen, mit unseren Bewohnern gemeinsam Freizeit verbringen, Musikabende gestalten, vieles ist denkbar!“
Die betreuten Wohngemeinschaften sollen es Demenzerkrankten ermöglichen, trotz ihrer Pflegebedürftigkeit und Demenz bis ins hohe Alter weit gehend selbstständig zu bleiben. Steffen Hoch kennt die Bedürfnisse Demenzkranker und ist froh über die räumlichen Voraussetzungen: „In der großen Gemeinschaftsküche können die Senioren aktiv werden. Viele erledigen einfache Routinen wie das Gemüseschälen gern selbst, außerdem regt die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten den Appetit an.“ Im angrenzenden Wäldchen gibt es einen schönen Rundweg, den die Senioren auch mit Gehhilfen leicht bewältigen können. Ein Demenzgarten, der die Sinne anregt, gehört zu den Vorhaben, die in naher Zukunft umgesetzt werden sollen.
Noch ist alles im Entstehen, in einigen Räumen werden noch kleinere Maler- und Inneneinrichtungsarbeiten ausgeführt. Zur Ausstattung gehören wohltuende Farbkonzepte auf den Fluren, die den Senioren diskret Orientierung bieten, Handläufe in allen Bereichen, Gemeinschaftsräume, Eichenparkett und zurückhaltend modernes Mobiliar in allen Zimmern, die zumeist geräumige Einzelzimmer sind. Die soliden Gebäude versprechen ein gutes Raumklima. „Jeder kann selbstverständlich seine Möbel mitbringen und die Einrichtung seines Zimmers nach seinem Geschmack verändern“, so der Heimleiter.
Das Neue beseelt auch die Mitarbeiter; die Atmosphäre ist freundlich und geschäftig. Ihre Zahl wird wachsen, denn das Pflegeheim ist für 104 Plätze konzipiert, in der Kurzzeitpflege werden 16 Plätze angeboten, 20 Senioren können in der Tagesstätte weilen, und die drei Wohngemeinschaften verfügen über insgesamt 35 Zimmer.
Bereits jetzt liegen viele Personalbewerbungen vor, offenbar ist das Konzept des ServiceLeben auch für künftige Mitarbeiter sehr interessant.
Momentan ist der Heimleiter mit einer weiteren Aufgabe betraut: Mit seinem Team bereitet er das große Eröffnungsfest des ServiceLebens in Buch vor, das am 19. Juni 2009 stattfindet, wenn auch der LudwigPark sein 100jähriges Jubiläum feiert.
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