„Unsere Schule hat ein besonders Profil mit drei Säulen“, berichtet Schulleiter Wolfgang Herrmann. „Eine erste Säule: Wir sind seit 1996 eine sport-betonte Grundschule. Das heißt, in jeweils einer Klasse in jeder Stufe gibt es einen verstärkten Sportunterricht.
In der Schuleingangsphase haben die Schüler jeweils eine Wochenstunde mehr Sportunterricht. Ab Klasse drei gibt es dann noch zwei Stunden mehr am Nachmittag, sodass die Schüler dann insgesamt sechs Stunden Sportunterricht pro Woche haben.“
Die zweite Säule des Schulprofils ist die verstärkte Arbeit mit dem Computer. „Wir haben ein sehr gut ausgestattetes Computerkabinett mit 30 Arbeitsplätzen“, berichtet Schulleiter Herrmann. „Das ermöglicht es uns, den Schülern mehrmals im Monat konzentriert Unterricht am Computer anzubieten.“
Im Stamm-Schulhaus an der Wiltbergstraße 34-36 soll es, nach der zurzeit laufenden Gebäudesanierung, neben dem Computerkabinett zusätzlich in jedem Klassenraum einen Computer geben. Alle Computer sollen dann miteinander vernetzt werden. Ziel ist es, die Computer noch mehr in den Unterricht einzubeziehen.
Schulwald angelegt
Die dritte Säule des Schulprofils ist die Natur-pädagogik. So wird in den Klassen viel über Müllvermeidung und Mülltrennung gesprochen - und beides wird auch täglich praktiziert. Außerdem hat die Schule an ihrem Standort in der Wiltbergstraße einen eigenen Schulgarten.
„Mit Unterstützung des Regionalmanagements und der Revierförsterei Buch begannen wir vor drei Jahren außerdem, einen Schulwald im Bucher Forst anzulegen“, berichtet Wolfgang Herrmann. Über 1300 Jungbäume entnahmen die Schüler aus einem Mischwaldbereich nahe der Bucher Waldschule. Diese Setzlinge wurden dann unter Anleitung von Mitarbeitern der Revierförsterei auf einer drei Hektar großen Fläche der ehemaligen Rieselfelder ausgesetzt.
Seit der ersten Pflanzaktion ist die ganze Schule zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, zu einem ganzen Projekttag im Schulwald. Dort wird geprüft, ob alle Bäumchen angewachsen sind, und an manchen Stellen wird, wie gerade erst wieder im vergangenen Herbst, auch das eine oder andere Bäumchen nachgepflanzt. Zwischen den Projekttagen sehen immer wieder Waldmanager nach dem Rechten. Jede Klasse hat zwei Schüler für diese Aufgabe ausgewählt. Diese melden der Schule zum Beispiel, wenn es im Sommer mal zu trocken ist. Dann werden die kleinen Bäumchen mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Buch gewässert.
Schülerzahlen steigen
Solche Projekte, wie der Schulwald, erzeugen ein Gemeinschaftsgefühl, dass den 20 Lehrern um Schulleiter Wolfgang Herrmann wichtig ist. Die Schule Am Sandhaus ist die einzige Grundschule in Buch. „In den 90er Jahren hatten wir in Buch noch drei Grundschulen“, berichtet Schulleiter Herrmann. „Wegen rückläufiger Schülerzahlen wurden die Schulen zusammengelegt.“
Inzwischen nehmen die Grundschüler-Zahlen in Buch wieder zu, in den vergangenen zwei Jahren allein um 40 Grundschüler. In den Klassenstufen 1 bis 5 hat die Schule inzwischen wieder jeweils drei Klassen, in der 6. gibt es zwei Klassen.
Damit die Schüler künftig unter noch besseren Bedingungen lernen können, wird zurzeit das Stammschulhaus in der Wiltbergstraße 34-36 saniert. Vor anderthalb Jahren konnte bereits der Hort in die für ihn sanierten Räume zurückziehen. Der Schulhof ist vor 2 Jahren mit Mitteln der EU saniert und zu einem Sport- und Spielplatz ausgebaut worden.
Im Schulgebäude selbst werden unter anderem Teilungsräume für die Schuleingangsphase neu geschaffen. Außerdem wird der vorgeschriebene zweite Fluchtweg eingebaut. Schließlich werden die Elektro- und die Heizungsanlagen erneuert, und die Klassenräume renoviert.
Eigentlich sollte die Schule schon zu Beginn des kommenden Schuljahres 2008/09 zurückziehen können. Der Abschluss der Bauarbeiten wir sich neuesten Informationen zufolge jedoch Richtung 2009 verschieben, da das Bezirksamt Pankow die nötigen Gelder nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen konnte.
An dieser Stelle finden Sie Porträts von Bucher Persönlichkeiten und Einrichtungen, die wir Ihnen vorstellen möchten. Lesen Sie in unserem Archiv die Porträts der vergangenen Monate nach:
Persönlichkeiten:
Einrichtungen:
Juni 2010: Dr. Jens Peter von Kries
Wissenschaftlicher Leiter der Screening Unit am Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)