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Bucher Porträts
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Peter Mandelkow
Von der Ringermatte in den Sportjugendklub
Der große Blondhaarige ist Sport-Interessierten vielleicht noch in Erinnerung. 1970, 72 und 74 war Mandelkow DDR-Jugend-Meister im Ringen. „Ich war neun Jahre alt, als ich 1965 in Rostock mit dem Ringen begann“, erzählt er. Sein Heimatverein war der ASK (Armeesportklub) Vorwärts Rostock. Dort besuchte er auch die Kinder- und Jugendsportschule.
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Als der ASK-Ringerstützpunkt dann nach Frankfurt/ Oder verlegt wurde, zog auch Peter Mandelkow mit um. Nach dem Abitur studierte er dann an der DHFK (Deutsche Hochschule für Körperkultur) in Leipzig. Den Absolventen zog es dann wieder zum ASK nach Frankfurt. „Dort war ich bis 1988 zunächst Club-Trainer bei den Ringern“, berichtet der 49-jährige.
Nach den Olympischen Spielen von Seoul wurde er Ringer-Verbandstrainer. Als solcher war er für die DDR-Nationalmannschaft verantwortlich. Unter anderem betreute er bei den Weltmeisterschaften 1990 in Rom Maik Bullmann, der dort im Mittelgewicht Weltmeister wurde.
Als dann die Ost- und West-Ringerverbände fusionierten, war für den erfolgreichen Versandstrainer aus der DDR kein Platz mehr in der Trainer-Riege. Peter Mandelkow orientierte sich neu. Die Berliner Sportjugend begann Anfang der 90er Jahre, Sportjugendklubs aufzubauen. Der Trainer setzte diese Projektidee im Ortsteil Buch um. „Die Grundidee des Klubs ist, dass Jugendliche bei uns Sport treiben können, auch wenn sie keinem Verein angehören“, erzählt der heutige Klubleiter.
Diesen Jugendlichen macht das Klub-Team regelmäßige Angebote in Karate, Basketball, Tanz, Ringen, Beachvolleyball, Klettern und im Fitnessbereich. „Im offenen Klubbereich ist uns außerdem jeder willkommen, der Billard, Tischtennis oder auch mit anderen Ball spielen möchte“, so Mandelkow. Heutiger Träger der Einrichtung ist der Verein für Sport- und Jugendsozialarbeit. Finanziert wird der Klub mit Geldern aus der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport.
Seit zehn Jahren kooperiert der Sportjugendklub mit dem SV Berlin Buch. Angebote wie Tanzsport und Ringen werden in Kooperation mit dem Verein in der Sporthalle an der Karower Chaussee gemacht. Trainer der Ringer ist natürlich Peter Mandelkow. Die Erfolge seiner Schützlinge können sich sehen lassen. Insgesamt elf Berliner Meistertitel holten die Ringer des SV Berlin-Buch bei den Berliner Meisterschaften im griechisch-römischen und im freien Ringkampf Anfang des Jahres 2006.
Damit hat sich die junge Bucher Abteilung in die Spitze der Berliner Ringer gekämpft, in der bislang die Traditionsvereine SV Preußen und SV Luftfahrt dominierten. „Ich denke, daß wir bald soweit sind, dass wir zwei-drei Ringer auch bei den Deutschen Meisterschaften starten lassen können“, freut sich der Trainer.
Peter Mandelkow versucht, den Kindern vor allem Willenskraft und auch Härte gegen sich selbst zu vermitteln. Anders als bei einem Mannschaftssport ist jede Niederlage zugleich auch eine persönliche. Man kann die Schuld auf niemand anderes schieben. Das Umgehen mit Niederlagen und Siegen will darum gelernt sein.
Für den Präsidenten des Berliner Ringerverbandes, Claus Baumhauer, der sich gemeinsam mit Peter Mandelkow um die Bucher Ringer kümmert, ist klar: „Peter Mandelkow ist einer der besten Ringertrainer, den wir überhaupt in Berlin haben.“
Weitere Informationen zum Sportjugendklub Buch gibt es bei Peter Mandelkow unter t9497825. Weitere Informationen: www.sjc-buch.de |
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An dieser Stelle finden Sie Porträts von Bucher Persönlichkeiten und Einrichtungen, die wir Ihnen vorstellen möchten. Lesen Sie in unserem Archiv die Porträts der vergangenen Monate nach:
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