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Bucher Porträts
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Kristiane Spitz
Chefredakteurin des Bucher Boten
Wenn die Leser treu bleiben
Wenn in Buch ein Grundstein gelegt wird, Bürger auf einer Veranstaltung diskutieren oder berühmte Bucher aus ihrem Leben erzählen - sie ist mit Sicherheit vor Ort. Kristiane Spitz (41) ist seit 1996 in einer Person Chefredakteurin, Autorin und Vertriebschefin des Bucher Boten, der einzigen verkauften Stadtteilzeitung Berlins.
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In einer Auflage von 4.000 Stück berichtet der Bucher Bote einmal im Monat aus Buch und den umliegenden Gemeinden. Die Zeitung zum Preis von einem Euro ist heute aus der Region nicht mehr wegzudenken. Angefangen hatte alles als Selbsthilfeprojekt. Nach der Wende arbeitslos gewordene Bucher und Vorruheständler wollten im Rahmen des Vereins Albatros eine Zeitung für Buch herausgeben. Im September 1993 erschien die erste Ausgabe des Bucher Boten.
Kristiane Spitz, die bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr in Buch aufwuchs, arbeitete nach ihrem Journalismusstudium in Leipzig zunächst für kurze Zeit beim Ostberliner Bauernecho. In dieser Art von DDR-Journalismus fand sie jedoch keine Befriedigung. Sie hängte den Job noch vor 1989 an den Nagel und machte nach der Wende eine Umschulung zur Sozialberaterin. Als solche kam sie 1994 zum Selbsthilfezentrum Albatros. „Sozialarbeit in Verbindung damit, eine Zeitung zu machen, das hat mich dann doch gereizt“, sagt Kristiane Spitz heute.
Seit der ersten Ausgabe hat sich das Blatt merklich verändert, die Seitenzahl stieg von 8 auf 16, viele neue Rubriken sind hinzugekommen. Auch das Einzugsgebiet hat sich vergrößert, heute berichtet der Bucher Bote auch aus Karow und den Gemeinden, die zum Amt Panketal im Umland gehören. An der Weiterentwicklung des Bucher Boten war Kristiane Spitz maßgeblich beteiligt. „Es macht mir Spaß, eine Zeitung herauszugeben und eigene Ideen umzusetzen“, sagt sie. Auch ihr eigener Chef zu sein, schätzt sie sehr.
Trotzdem ist Kristiane Spitz keine Einzelkämpferin, ein Team von Freiwilligen und Ehrenamtlichen steht hinter ihr. Einmal im Monat trifft sich ein ehrenamtlicher Redaktionsbeirat und ehrenamtliche Autoren schreiben für eine kleine Aufwandsentschädigung. Arbeitslose, Rentner und Behinderte helfen beim Vertrieb. „Wir sind immer noch ein Selbsthilfeprojekt“, so Kristiane Spitz.
Das journalistische Konzept des Bucher Boten ist jedoch sehr professionell. Kristiane Spitz betont, dass der Bucher Bote kein Anzeigenblatt ist, auch wenn er sich, wie jede Tageszeitung über Anzeigen mit finanziert. Sie legt Wert auf gründliche Recherche und seriöse und unabhängige Berichterstattung. Die Leser honorieren dies, ihre Zahl blieb trotz Bevölkerungsrückgangs in der Region über die Jahre stabil.
Trotzdem ist das Geschäft nicht leicht. Mit den verkauften Exemplaren und den Anzeigen, die zurückgehen, kann sich das Blatt gerade so finanzieren, Zuschüsse von Albatros gibt es kaum noch. Da gerät Kristiane Spitz schon manchmal an ihre Kapazitätsgrenzen. Am Wochenende und in den Abendstunden zu arbeiten, ist bei ihr eher die Regel als die Ausnahme. Über ihre Motivation sagt sie: „Der Lohn ist, wenn die Leser treu bleiben und uns sagen, dass wir eine gute Zeitung machen.“
Auch für die Vernetzung in der Gesundheitsregion Berlin-Buch leistet die Zeitung einen wichtigen Beitrag. Dafür möchte sich das Regionalmanagement an dieser Stelle einmal herzlich bedanken!
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An dieser Stelle finden Sie Porträts von Bucher Persönlichkeiten und Einrichtungen, die wir Ihnen vorstellen möchten. Lesen Sie in unserem Archiv die Porträts der vergangenen Monate nach:
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