Seit Jahren investiert die Genossenschaft in die nachhaltige Modernisierung ihrer 1334 Wohnungen in Berlin-Buch; rund 12 Millionen Euro wurden bisher aufgewendet. Ende 2010 werden 62 % der Bauten, die vor etwa 30 Jahren errichtet wurden, komplex modernisiert sein. Die zunehmend barrierefreie Ausstattung von Wohnungen, Häusern und Eingangsbereichen, neue Wohn- konzepte für junge und ältere Mieter und eine individuelle Grundrissgestaltung nach Wunsch sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage bei der EWG.
Trends frühzeitig zu erkennen und den Wohnungs- bestand zukunftsfähig zu halten, sind wichtige Voraussetzungen für die Attraktivität der Genossenschaft. „Interessierten Mitgliedern bieten wir, in Kooperation mit Kabel Deutschland und der Telekom, die Möglichkeit sehr schneller und günstiger Internetverbindungen, digitaler Telefonie und des digitalen Fernsehens an“, so Ulrich Wacker, Vorstandsvorsitzender der EWG. Mit dieser technischen Voraussetzung zielt die EWG auch langfristig auf Konzepte, die älteren, gesundheitlich eingeschränkten Menschen das selbstständige Wohnen durch intelligente Vernetzungssysteme ermöglichen.
Die Mieten sind günstig und die Wohnungen gut ausgestatt; auch das sind Gründe für die positive Resonanz auf die Angebote der EWG. „Durchschnittlich betrugen die Nettokaltmieten der EWG im Jahr 2008 3,94 Euro pro Quadrat- meter. Damit lagen sie unter dem Berliner Mietspiegelwert von durchschnittlich 4,83 Euro“, erläutert Ulrich Wacker, „in den sanierten Wohnungen kostet die Nettkaltmiete derzeit maximal 6,50 Euro.“
Begründet sind diese Preise im effizienten wirtschaftlichen Gesamtkonzept, das ein Gewinnstreben ausschließt, und in der energetischen Sanierung. Durch Wärmedämmung, den Einsatz regenerativer Energien und Wärmepumpen werden die Heizkosten langfristig niedrig gehalten.
Doch Wohnen in der EWG bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf: Soziale Einbindung, Toleranz, gegenseitige Hilfe und Unterstützung der Mitglieder gehören zum Selbstverständnis des Unternehmens. „Wenn ein älteres Mitglied sein Bad seniorengerecht umbauen möchte, beraten und begleiten wir es selbstverständlich bei Bedarf bis zur Realisierung“, erläutert Herr Wacker. „Wir bieten kostenlose Begleit- und Besuchsdienste sowie Freizeitangebote für Senioren an. Wer Hilfe beim Einkauf, bei der Reinigung oder kleineren Reparaturen benötigt, kann auf sehr günstige Dienstleistungen zurückgreifen, da wir einen festen Vertragspartner haben.
Viele Mitglieder besuchen gern den EWG-Treff in der Groscurthstraße, der Raum für selbst organisierte gemeinsame Freizeit und Feiern bietet. In kurzer Zeit hat sich ein vielfältiges und variables Programm entwickelt, das von Vorträgen bis zur Pflege gemeinsamer Hobbys reicht. Es beruht auf ehrenamt- lichem Engagement. Darüber hinaus ist der Treffpunkt auch Anlaufpunkt für Informationen rund um das Wohnen. Zum Beispiel werden hier die technischen Möglichkeiten, die das neue digitale Fernsehen für die Mieter eröffnet, oder seniorenfreundliche Notrufsysteme in Schulungen durch Experten genau erklärt. „Unser Service endet nicht mit der Bereitstellung der Technik“, erklärt Markus Luft, Vorstandsmitglied der EWG.
Genossenschaftliches Wohnen bedeutet auch, demokratisch mitbestimmen zu können, wie sich die Genossenschaft entwickelt: Vertreter der Mitglieder können Vorschläge einbringen und direkt an Entscheidungen mitwirken. Zudem haben die Mieter ein Mitspracherecht bei geplanten Investitionen an ihren Häusern.
„Unser Ziel ist es vor allen Dingen, dass sich die Mietglieder wohlfühlen können. Die Angebote stehen zur Verfügung – jeder entscheidet jedoch selbst, inwieweit er sie annimmt“, so Ulrich Wacker.
Nähere Informationen über die Erste Wohnungsgenossenschaft Berlin-Pankow eG und ihr Angebot erhalten Sie im Internet unter:
www.ewg-pankow.de
Foto oben:
Blick auf die Gibelgestaltung mit dem Motiv des vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci
Foto unten:
Traditionell zählt das Sommerfest der EWG zu den beliebten Höhepunkten des Genossenschaftslebens
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