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Der Berliner Stadtbaurat und Architekt Ludwig Hoffmann (1852-1932) hat das Bild von Buch mit seinen Krankenanstalten maßgeblich geprägt. An dieser Stelle finden Sie einen kurzen Abriss über die Krankenhausanlagen Ludwig Hoffmanns in Berlin-Buch und ihre wechselvolle Geschichte.
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Krankenhausgelände Wiltbergstraße 50 (Örtlicher Bereich I)
Erbaut als IV. Irrenanstalt
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Ensemble erbaut: 1912-1914
Fläche: 41,2 ha
Denkmalgeschützte Hoffmann-Gebäude: 32
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| Das von Hoffmann als IV. Irrenanstalt erbaute Areal wurde nie seiner Bestimmung übergeben. Im ersten Weltkrieg diente es als Lazarett, später war die Zahl der psychisch Kranken in Berlin nicht mehr so hoch wie ursprünglich angenommen, so dass Teile des Geländes an der Wiltbergstraße 1919 zur Kinderheilanstalt umfunktioniert wurden.
Ab 1963 bildete das Gelände das Herz des Städtischen Klinikums Buch, seit 2001 betrieben durch das HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Durch den großen Neubau des Helios-Klinikums auf dem nahen Hufeland-Campus wurde der Standort in der Wiltbergstraße nach und nach leergezogen. Vom Liegenschaftsfonds Berlin, der das Gelände verwaltet, wird nach neuen Nutzungen gesucht.
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Krankenhausgelände Karower Straße 11 (Örtlicher Bereich II)
Erbaut als III. Irrenanstalt, später Hufelandkrankenhaus
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Ensemble gebaut: 1900 bis 1908
Gelände: 67,5 ha
Denkmalgeschützte Gebäude: 45
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Das Gelände der ehemaligen III. Irrenanstalt war das erste Krankenhausensemble, das Hoffmann in Buch baute. Die für Hoffmann typische Pavillionbauweise verband das Angenehme mit dem Zweckmäßigen: Die psychiatrischen Patienten hatten viel Freiraum und die Übertragung von Infektionen war durch den Abstand zwischen den Häuser eingedämmt.
Heute hier ansässig: HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Immanuel Krankenhaus Berlin, Evangelische Lungenklinik Berlin (ELK), Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V.,
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Ehemaliges Ludwig-Hoffmann-Krankenhaus (Örtlicher Bereich III)
Erbaut als Alte-Leute-Heim
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Gebaut: 1905 bis 1908
Gelände: 10 ha
Denkmalgeschützte Gebäude: 17
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Aus "Berliner Tageblatt", 1909: "Dieses Heim für alte Leute sieht gar nicht wie ein Hospital oder wie ein Siechenhaus aus. Die zwanzig hübschen Häuser, aus denen diese Stadt besteht, haben helle Mauern und hohe rote Ziegeldächer; sie sind durch grüne Rasenflächen und gelbe Kieswege voneinander getrennt. Toröffnungen und Fluchtmauern lassen das Ganze dennoch zusammenhängend und einheitlich erscheinen."
Hier ist mit dem LudwigPark ein neues attraktives Wohnquartier entstanden, in dem sich auch das RENAFAN ServiceLeben LudwigPark befindet.
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Waldhaus (Örtlicher Bereich IV)
Erbaut als Tuberkulose-Heilstätte
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Gebaut: 1900 bis 1905
Gelände: 10,7 ha
Denkmalgeschützte Gebäude: 4
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Die ehemalige Tuberkulose-Heilstätte ist wohl der imposanteste Bau Ludwig Hoffmanns in Buch. Die schloßartige Anlage mit großen Liegeflächen diente dazu, Tuberkulosekranke von der Bevölkerung zu isolieren und ihnen den gesundheitsförderlichen Aufenthalt an viel frischer Luft zu ermöglichen.
Seit 1992 Leerstand. Ursprünglich für das Projekt "Life Science Center" vorgesehen, bietet der Liegenschaftsfonds das Objekt derzeit zum Kauf an.
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Ehemaliges Dr.-Heim-Krankenhaus
(Örtlicher Bereich V)
Erbaut als Tuberkulose-Heilstätte
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Ensemble geplant von Hoffmann
Gebaut: 1914-27 von Martin Wagner
Gelände 14,8 ha
Denkmalgeschützte Gebäude: 10
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Das letzte und kleinste von Hoffmann in Buch geplante Krankenhausensemble liegt an der Hobrechtsfelder Chaussee idyllisch im Wald versteckt, 3km von der Autobahn und 1,5 km vom S-Bahnhof Buch entfernt. Die drei großen, ehemals für TBC-Kranke errichteten Patientenhäuser, stehen leer seit 1999, das ehemalige Labor- und Pathologiegebäude sogar länger.
Im Herbst 2007 erwarb die UKB Denkmal AG das Objekt nach längerem Leerstand mit dem Ziel, die vorhandenen zehn Bauten für Wohnzwecke denkmalgerecht zu sanieren und durch neue Villen zu ergänzen. „Allées des Châteaux“, so lautet der Titel des Wohnparks. Die Sanierung hat im November 2008 begonnen. www.allees-des-chateaux.de
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Quelle: Zur Geschichte der Krankenhausanstalten in Berlin-Buch, Horst Peter Wolff, Arno Kalinich, Edition Hentrich 1996
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